Über Long COVID und postakute Infektionssyndrome (PAIS) und (klinische) Forschung
Long COVID und postakute Infektionssyndrome (PAIS) bezeichnen Langzeiterkrankungen, die durch Virusinfektionen, wie Infektionen wie SARS-CoV-2, Influenza, Windpocken/Gürtelrose usw. hervorgerufen werden und dauerhafte Beschwerden mit sich bringen.
Die weltweite Häufigkeit von Long- oder Post-COVID wird bei COVID-19-PatientInnen auf 2 % bis 80 % geschätzt. In Deutschland leiden Berichten zufolge rund 500.000 Menschen an dieser anhaltenden Erkrankung. Aufgrund der Vielfalt der Symptome sind medizinische Fachleute verschiedener Fachrichtungen erforderlich, um die Erkrankung im Team von anderen möglichen Krankheiten abzugrenzen. Die Erkrankung stellt eine große Herausforderung für Pflegekräfte, ÄrztInnen und Betroffene dar, da sie mit Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit im Alltag sowie der Lebensqualität einhergeht. Betroffene von Long COVID und PAIS erleben oft erhebliche Versorgungsengpässe bei Diagnose, Behandlung und ambulanter Nachsorge nach einem Reha-Aufenthalt.
PART-Beirat COVICare
Der PART-Beirat COVICare (Allgemeinmedizin) ist ein 2025 ins Leben gerufener PatientInnenbeirat am Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Rostock.
Ziel der Beiratsarbeit ist es, die Perspektive von Patientinnen und Patienten, die von Post-Covid, Post-Vac und anderen postviralen Symptomkomplexen betroffen sind, aktiv in die Forschung und Versorgung einzubringen. Der PatientInnenbeirat ist Teil des BMG-geförderten Projektes COVICare M-V.
Der Beirat besteht derzeit aus fünf Mitgliedern – drei Frauen und zwei Männern – die sich durch eigene Erfahrungen, hohe Motivation und großes Engagement auszeichnen. Die Treffen finden mindestens vier Mal jährlich statt und werden sowohl in Präsenz als auch online bzw. hybrid durchgeführt.
Als wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Lebenswelt unterstützt der Beirat Forschungsvorhaben inhaltlich und methodisch und stellt sicher, dass die Anliegen und Bedarfe von Patientinnen und Patienten frühzeitig und kontinuierlich berücksichtigt werden. Die Mitglieder geben z.B. Rückmeldung zur Studienumsetzung, zur Gestaltung von Fragebögen und Informationsmaterialien. Ebenso benennen sie Lücken in der Versorgung, die sie basierend auf ihren eigenen Erfahrungen wahrnehmen. Mit ihrer Arbeit helfen sie dabei, Forschungsvorhaben praxisnah und patientenzentriert auszurichten.